Samsungs Galaxy-Gate: Rückrufaktionen jetzt auch bei Elektronik?

19. September 2016, 12:30 Uhr
Samsungs Galaxy Note 7 wird in den USA zurückgerufen. Bild: Dhunganashashwat (bearbeitet)
Samsungs Galaxy Note 7 wird in den USA zurückgerufen. Bild: Dhunganashashwat (bearbeitet)
Jetzt ist es wohl soweit: Auch Geräte wie Mobiltelefone erleben in den USA nun mehr oder minder freiwillig einen Rückruf durch den Hersteller. Was bisher aus Sicherheitsgründen eine Spezialität der Automobilindustrie war, scheint jetzt mit elektronischen Geräten auf alle Teile des technischen Alltagslebens überzugreifen.
 
Man kann sich streiten darüber, ob diese Maßnahme gerechtfertigt ist oder nicht: Kurz nach der Markeinführung ist es bei vereinzelten Exemplaren des Galaxy Note 7 – des neuesten Smartphones von Samsung – beim Laden zu einer „Explosion“ des Akkus gekommen. Scheinbar war da etwas bei der Akkuüberwachung oder Ähnlich nicht in Ordnung. Laut Samsung sind von diesem Fehler nur 0,1 % aller Geräte betroffen. Leider aber wurden weltweit schon gut 2,5 Millionen Stück dieses tragbaren Stücks High-Tech ausgeliefert, bis Anfang September ein Verkaufsstopp erfolgte. Also könnten rund 2.500 Smartphones gefährlich werden, was ja keine kleine Kleinigkeit mehr ist.
 
In den USA betrifft dies rund 1 Million Exemplare. Samsung bot bislang einen kostenlosen Austausch an, doch so einfach scheint die Sache nicht zu sein, denn nun haben sich die mit Sicherheitsfragen befassten amerikanischen Behörden eingemischt, denn so eine freiwillige Aktion scheint diesen nicht auszureichen. Samsung wurde jetzt dazu gebracht, den Besitzern in den USA wahlweise einen Umtausch oder eine komplette Erstattung des Kaufpreises anzubieten. Technik hat immer Risiken. Nun scheint die Herstellung von Technik auch für den Aktienkurs des Herstellers riskant, denn Samsungs Aktie ist in der Folge um über 6 % eingebrochen.
 
Vermutlich wird in Zukunft noch mehr Gewicht auf die Sicherheit von Akkus gelegt werden...
 
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