Einzelteile

Nachfolgend werden die einzelnen Teile des Messzubehör-Set beschrieben. Los geht es mit den Messleitungen. Generell handelt es sich bei allen Leitungen und Clips mit Steckern oder Buchsen um 4-mm-Sicherheitsausführungen. Die Kabel vertragen also locker 10 A und dank außen isolierter Stecker läuft man nicht Gefahr, versehentlich ein spannungsführendes Metallteil zu berühren und so die Elektronen beim Fließen zu spüren…

PeakTech 7010:
  


Die beiden Abgreifklemmen sind ziemlich praktisch, wenn es darum geht, an einem Pin, einem Stück Draht oder den Anschlüssen bedrahteter Bauteile zu messen. Sie sind 160 mm lang und laut Hersteller für Spannungen bis 1.000 V geeignet. Ich wäre da vorsichtiger und werde sie lediglich bis 100 V einsetzen, denn so dick scheint mir die Isolation vorne am biegbaren Teil nicht. In diesem Punkt misstraue ich aber allen derartigen Klemmen. Die Angabe „bis 5 A“ ist durchaus ernst zu nehmen. In meiner Sammlung befinden sich durchaus Exemplare (anderer Hersteller), die einmal mehr Strom als vorgesehen transportiert hatten und bei denen dann die Isolation geschmolzen ist.
 
 
Vorderseite der Klemmen von PeakTech und Hirschman im Vergleich.

Verglichen mit „Markenklemmen“ ähnlichen Typs z. B. von Hirschmann fällt auf, dass die Exemplare von PeakTech deutlich weniger starr und vorne spürbar weicher sind, was ich angenehm finde. Außerdem ist bei den PeakTech-Klemmen vorne an der Spitze eine explizite Metalldurchführung. Dieser Punkt geht ebenfalls an PeakTech.

PeakTech 7015:
  



Die beiden Krokodilklemmen sind große, kräftige Ausführungen, die sich auch für Ströme bis 10 A eignen. Sie sind 100 mm lang („Kieferlänge“ = 45 mm). Das Maul des Krokodils öffnet sich an der Spitze immerhin 25 mm weit. Die Klemmen haben eine kräftige Feder und fühlen sich stabil an. Die spezielle Spitze ermöglicht auch das Festklemmen an einem 1,5-mm-Blech oder aber das spitze Einführen eines Litzen- oder Drahtendes, das dort dann nicht zerquetscht oder beschädigt wird.

PeakTech 7020:
  



Messleitungen kann man bekanntlich nie genug haben. Hier gibt es vier Stück mit je 1,2 m Länge und 4-mm-Sicherheitssteckern an den Enden, je zwei in rot und schwarz. Falls man modernes Equipment, also z. B. Labornetzteile mit 4-mm-Sicherheitsbuchsen etc. hat, ist man damit wunderbar bedient. Laut Hersteller sind sie für Spannungen bis 1 kV und Ströme bis 10 A gedacht. Ich habe testweise für ein paar Minuten 16 A durchgejagt und konnte keine nennenswerte Erwärmung feststellen. 

PeakTech 7025:
  



Diese beiden Messleitungen sind mit 95 cm etwas kürzer, haben dafür aber einen entscheidenden Vorteil: Sie haben an beiden Enden nicht nur einen Stecker, sondern auch eine Buchse. Sie sind daher universell einsetzbar und eignen sich auch als Verlängerung. Interessanterweise gibt der Hersteller hier neben der Spannungsfestigkeit von 1 kV einen erhöhten Strom von 16 A an. Nicht dass ich den Leitungen das nicht zutraue, aber bei gleicher Litzenstärke erschließt sich mir nicht, warum die „normalen“ Leitungen des Typs 7020 nur 10 A abkönnen sollen. Ist mit 16 A etwa nur der Strom innerhalb der Kupplungen, also vom Stecker direkt zur Buchse gemeint? Das bleibt im Ungewissen.

PeakTech TKS-8:
 

PeakTech TKS-8 oben mit Leitungen 7025 unten

Hier handelt es sich um „ganz normale“ Prüfspitzen mit abziehbaren Messleitungen, wie sie bei etlichen Multimetern von PeakTech zum Lieferumfang gehören. Die Messleitungen sind wie der Typ 7020 etwa 1,2 m lang, unterscheiden sich aber von diesen darin, dass hier am von den Spitzen entfernten Ende abgewinkelte Stecker vorhanden sind, sodass sie nicht vom Multimeter abstehen. Über die Strombelastbarkeit schweigt sich der Hersteller aus. Eine Besonderheit besteht darin, dass die Prüfspitzen mit einer abziehbaren Kappe versehen sind. Mit Kappe schaut nur noch eine leitfähige Spitze von knapp 4 mm Länge heraus. Zieht man die Kappe ab, erscheint eine 18 mm lange metallische Spitze. Sehr praktisch!
 
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