Review: Einstieg ins IoT mit LoRa-Produkten von Dragino

22. Februar 2018, 10:31 Uhr
Während verschiedene Kommunikationstechnologien wie LoRa, LTE-M, NarrowBand-IoT bzw. NB-IoT und Sigfox (in alphabetischer Reihenfolge) versuchen, sich als Standard für das Internet der Dinge durchzusetzen, wird der Markt mit allerlei billigen Funkmodulen überschwemmt. Das Gute an diesen Modulen und Technologien ist, dass sie für (relativ) große Distanzen ausgelegt sind, was mit WLAN oder Bluetooth nur schwer machbar ist.

 
Dragino LoRa IoT kit contents
Einstieg in LoRa mit einem IoT-Kit von Dragino.

Die Idee hinter IoT ist, dass Objekte (sogenannte Edge Nodes) Daten über ein Gateway an einen dieser (Cloud-)Dienste senden, von wo aus sie an die Datenkonsumenten verteilt werden. Obwohl dies ein nettes Konzept ist, ist es für viele Anwendungen zu kompliziert und eine oder mehrere Peer-to-Peer-Verbindungen (P2P) sind in vielen Fällen ausreichend. Von den oben genannten Technologien unterstützt derzeit nur LoRa P2P (LTE-Direct ist auf dem Weg). Außerdem benötigt LoRa keine Abonnements, weshalb es gerade unter Makern bzw. für individuelle Lösungen so beliebt ist.

Wasserdichter Dragino-Funkknoten

Dragino ist ein Hersteller von IoT-Hardware, spezialisiert auf IoT/VoIP unter Linux, Arduino-Yùn-Add-On-Boards sowie LoRa-Modulen und -Gateways. Eines ihrer neuesten Produkte ist der LoRa-Sensorknoten LSN50, der für den Einsatz im freien Feld konzipiert wurde. Der Knoten LSN50 ist in einem robusten, wasserdichten Gehäuse (IP66) untergebracht und wird von einer 4.000-mAh-Lithium-Akku versorgt. Er zielt auf funkbasierte Sensornetz-Anwendungen wie etwa Bewässerungssysteme, Smart Metering, Smart Cities, Smartphone-Erkennung, Gebäudeautomatisierung und so weiter.

 
Dragino LNS50 LoRa node
Port-Belegung des LoRa-Knotens LNS50 von Dragino.

ARM Cortex-M0+

Der Funkteil des LSN50 basiert auf den beliebten Transceivern SX1276/SX1278-von Semtech (LoRaWAN 1.0.2 compliant), die mehrere Bänder unterstützen (433/868/915/920 MHz, das Band ist bei der Bestellung anzugeben). Das Funkmodem wird von einem 32-bit-ARM-Cortex-M0-Mikrocontroller des Typs STM32L072CZT6 gesteuert. Diese mit 32 MHz getaktete MCU verfügt über einen Speicherschutz (MPU), 192 KB Flash-Programmspeicher, 20 KB RAM und ein 6 KB EEPROM sowie eine umfangreiche Peripherie (I²C, USART, USB, 18 GPIO-Pins, zwei 12-Bit-ADCs und ein 12-Bit-DAC).
 
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