Orwell 2.0: Automatische Schusswaffenerkennung

1. Oktober 2018, 14:00 Uhr
Waffenerkennung durch KI-Kameras. Bild: Athena Security
Waffenerkennung durch KI-Kameras. Bild: Athena Security
Die Firma amerikanische Athena Security hat ihre neuesten Überwachungskameras mit KI für die Erkennung von Schusswaffen ausgestattet, und die dann nicht nur Alarm auslösen und automatisch die Polizei informieren kann, sondern letztlich auch Gebäude abriegelt.
 
Es ist wirklich nicht so, dass modernste Technik nicht doch zur allgemeinen Sicherheit beitragen kann, doch beschleicht einem bei diesen Entwicklungen doch ein sorgenvolles Gefühl. KI beginnt mehr und mehr in den Alltag einzuziehen, nicht nur bei autonomen Autos oder Waffensystemen, wo sie einerseits erwünscht ist und wo man ihr andererseits möglichst niemals begegnen will. Was Athena Security aber nicht nur plant, sondern jetzt konkret anbietet, ist Alltag. Man wird solchen Technologien in Kürze also nicht mehr aus dem Weg gehen können.
 
Gemeint ist ein Kamera-Überwachungssystem, das wesentlich weiter geht als bloß zu überwachen, aufzuzeichnen oder des Nachts bei entsprechenden Bildveränderungen, die auf einen Einbruch hindeuten, einen Sicherheitsdienst zu aktivieren. Diese Kamerasysteme sind nämlich mit KI ausgestattet und können viel mehr: Sie können Waffen erkennen!
Bei einem Überfall (Bank) oder Amoklauf (öffentliche Gebäude, Plätze) bemerken sie nicht nur gezogene Waffen und alarmieren einen Sicherheitsdienst sowie die Polizei. Die KI kann z.B. mit der Gebäudetechnik verknüpft werden und stoppt dann gegebenenfalls Fahrstühle und verriegelt Türen vollautomatisch, sodass Überfälle teilweise vereitelt und bei Amokläufen unter Umständen sogar Leben gerettet wird.

 
Video: Athena Security.
 
Es ist aufgrund der hohen Verbreitung von Schusswaffen in den USA kein Wunder, dass diese Entwicklungen vor allen Dingen dort mit Nachdruck verfolgt wird. Doch angesichts der Terror-Anschläge in Europa der letzten Jahre, wird diese Technologie mit Sicherheit auch diesseits des großen Teichs eingesetzt werden. Ein Problem sind dabei „falsch positive“ Alarme. Nach Angaben der Firma würde ihr System Waffen allerdings bereits mit einer Genauigkeit von 90% erkennen und weiter verbessert werden.

Fehlt nur noch, dass die KI demnächst automatisch zurückschießt…
 
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