MicroLED-Displays?

18. September 2017, 19:11 Uhr
Display aus MicroLEDs.
Bild: YOLE Dévelopment
Display aus MicroLEDs.
Bild: YOLE Dévelopment
Kaum hat man sich an LCDs gewöhnt und deren verbesserte Varianten wie LCDs mit LED-Hintergrundbeleuchtung, erobern OLEDs nach und nach auch großformatige Displays wie Fernseher. Selbst Apple setzt im kommenden Top-Modell iPhone X ein OLED-Display ein. Noch ist die neue Technik teuer und hat sich nicht auf breiter Front durchgesetzt und doch kommt mit den MicroLEDs schon die Technik der nächsten Generation.

Die Qualität der Darstellung erreicht bei Displays noch vor kurzem undenkbare Ausmaße. Nach „Retina-Displays“ bei Smartphones mit Auflösungen, die selbst den HD-Standard bei diesen kleinen Diagonalen übertreffen, sind Fernseher mit UHD-Displays schon fast Standard und erste Modelle mit 8K-Auflösung werden schon hergestellt. Doch nicht nur an der Auflösung, auch an der Qualität der einzelnen Pixel wird geschraubt. OLEDs bieten enormen Kontrast, hohe Blickwinkelstabilität und geringen Energiebedarf. Man sollte meinen: Besser geht nicht.

Doch weit geirrt: Dank der enormen Fortschritte in der Produktionstechnik von Halbleitern ist es jetzt gelungen, konventionelle nichtorganische LEDs so zu verkleinern, dass man mit ihnen problemlos höchstauflösende Farbdisplays realisieren kann. Diese MicroLEDs bieten als Display noch viel mehr Vorteile: Sie bieten wie OLEDs ebenfalls einen extremen Kontrast und hohe Blickwinkelstabilität, übertreffen diese aber durch hohe Schaltgeschwindigkeiten und dank viel höherem Wirkungsgrad mit deutlich geringerem Energieverbrauch. Darüber hinaus altern sie auch weniger schnell. Im Moment befinden sich MicroLED-Displays noch im Stadium der Forschung. Neue Techniken werden eher bei kleineren Displays eingeführt. Laut YOLE soll es aber mindestens noch bis 2019 dauern, bis Apple die Möglichkeit hat, die AppleWatch 4(?) mit einem solchen High-Tech-Display auszustatten.
 
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