Mercedes-Benz will Tesla Konkurrenz machen

8. September 2015, 12:34 Uhr
Mercedes-Benz will Tesla Konkurrenz machen
Mercedes-Benz will Tesla Konkurrenz machen
Zwar gibt es nicht nur Elektroautos made in USA oder Japan, sondern mit dem BMW i3, dem Mercedes SLS AMG oder dem Smart Electro Drive sowie den Z-Typen von Renault durchaus auch europäische Modelle, doch entweder sind das Nischenprodukte oder sie haben nur eine kleine Reichweite. Demnächst soll es aber ein oder mehrere Mercedes geben, die bis zu 500 km elektrisch fahren können.

Mercedes Benz arbeitet laut einem Interview im Vorfeld der IAA des Entwicklungsvorstands Thomas Weber in der Zeitschrift Auto, Motor und Sport an einer Elektro-Plattform, die durchaus dem amerikanischen Hersteller Tesla mit langstreckentauglichen Elektro-Autos Konkurrenz machen soll. Während das Modell S von Tesla mit bis zu 380 km Reichweite auch für mehr als nur Kurzstreckenbetrieb tauglich ist und man nicht dauernd die Kapazitätsanzeige des Akkus im Blick haben muss, peilt Mercedes sogar Reichweiten von 400 bis 500 km an. Man könnte damit also sehr gut die halbe Republik durchqueren ohne anzuhalten. Bei diesem Interview wurde auch angedeutet, dass nächstes Jahr neue E-Modelle aus der Smart-Linie aufgelegt werden, obwohl aktuell die Produktion des E-Smart aufgrund zu hoher Kosten eingestellt wird.

Hintergrund der wohl durchaus beachtlichen Investitionen in die Entwicklung und Produktion reiner Elektroautos sind wohl die prognostizierten Entwicklungen der technischen Mobilität und auch die Tatsache, dass sich Computer- und Internet-Konzerne wie Apple und Google beginnen in den Fahrzeugmarkt einzumischen und dort ihre Kompetenzen einzubringen. Stichwort ist hier das kommende autonome Fahren, das zweifellos für die Kunden einen Mehrwert bietet, durch den zumindest am Anfang der Entwicklung leicht Premiumpreise zu erzielen sind. Fahrzeuge dieser Klasse werden aller Voraussicht nach am besten vollelektrisch gebaut. Dieses Marktsegment können deutsche Premiumhersteller natürlich nicht den Hightech-Firmen überlassen und wie man sieht, stellen die sich zunehmend auf diese Zukunft ein.
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