Klänge suchen und finden

9. März 2016, 09:48 Uhr
In diesem Artikel habe ich bereits über den Trend berichtet, seltsame Ausdrücke für neue, experimentelle Klänge zu verwenden, die in keinem Zusammenhang zu ihrem Charakter stehen. Andererseits können sich hinter der Fassade eines Moduls mit offensichtlich trivialen Funktionen auch ungeahnte Ressourcen verbergen, wie zum Beispiel im Falle des Tea Kick (komplett in Handarbeit hergestellt im tschechischen Brünn [Brno] von Bastl). Hier handelt es sich um ein recht brauchbares, elektronisches Drum-Modul mit guten Fell-Sounds. Doch das ist nicht alles: Die verwendeten, alten Doppel-T-Oszillatoren, die sehr realistische Klänge liefern, lassen sich zum Erzeugen experimenteller, neuer Effekte auch in unkonventioneller Weise kombinieren.

Der Trick bei der Sache besteht darin, wie Picasso es einmal formulierte, „nicht zu suchen, sondern zu finden“. Dies geht am besten, wenn man mit allen Einstellmöglichkeiten auf spielerische Weise umgeht und zum Beispiel die Settings am Steuerspannungseingang oder die Resonanzwerte verändert, wobei Letzteres zum Oszillieren des Filters führt und ihn zum VCO macht. Ein weiteres, cleveres Feature des Bastl-Moduls besteht in der Möglichkeit, zum Sound-Signal einen Klick-Generator mit variabler Frequenz über einen Mischer hinzuzufügen, ein Effekt, der sich, ähnlich wie die Wahl der Schlagstöcke bei richtigen Drums, auf die Attack- und Resonanzwerte auswirkt.

Beinahe hätte ich es vergessen: Die neuen Bastl-Angebote (ein nicht-linearer Sequencer und zwei clevere Module zur Verwendung von Fußpedalen) werden hier vorgestellt:
 
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