K78XX = geschalteter LM78XX

10. Dezember 2013, 14:35 Uhr
K78XX = geschalteter LM78XX
K78XX = geschalteter LM78XX

Seit Jahrzehnten sind die Linear-Spannungsregler der 78er-Reihe und ihre Varianten äußerst beliebt, da sich mit solchen dreibeinigen ICs bei wenig Aufwand stabile Versorgungsspannungen im Niedervoltbereich erzeugen lassen. Doch wenn die Differenz zwischen Eingangs- und Ausgangsspannung groß ist, sinkt der Wirkungsgrad und die entstehende Abwärme muss nicht nur aufwändig und platzraubend abgeführt werden, sondern kann gerade bei Präzisionselektronik Probleme mit der thermischen Drift produzieren. Der Einsatz von Schaltreglern aber erfordert in aller Regel umfangreichere externe Beschaltung und somit Platinenfläche.  Ein moderner Ersatz für die bekannten dreipoligen Festspannungsregler würde daher manchem Elektroniker das Leben leichter machen.

 

Der chinesischer Hersteller Mornsun hat nun neben diversen konventionelleren DC/DC-Wandlern auch nichtisolierende dreipolige Spannungsregler im Programm, die das Bedürfnis nach einfachem schaltenden Ersatz für Linearregler schon fast ideal befriedigen können. Die Reihe  K78XX-YYY gibt es mit unterschiedlichen Ausgangsspannungen (XX) und unterschiedlichen Maximalströmen. Die Palette bietet Ausgangsspannungen von 3,3 V bis 24V und Ströme von 500 mA bis 2 A. Die typischen technischen Eigenschaften sind:

 

• Wirkungsgrad bis 97%
• Spannungsgenauigkeit bis 2%
• Festspannungen: 3,3 / 5 / 6,5 / 9 / 12 / 15 / 24 V
• Maximalströme: 0,5 / 1 / 1,5 / 2 A
• Eingangsspannung: 4,75...72 V, typabhängig
• Welligkeit der Ausgangsspannung ca. 10 mV
• Lastausregelung < 0,5%
• Ruhestrom 1...10 mA, typabhängig
• Eingebauter Schutz gegen Kurzschluss
• Thermische Abschaltung bei 150 °C
• Betrieb bis 85 °C

 

Die meisten Varianten der K78XX-Reihe benötigen für stabilen Betrieb ähnlich wie analoge Regler je einen Block-Kondensator (10 µF) am Ein- und Ausgang. Interessanterweise lassen sich auch negative Ausgangsspannungen aus einer positiven Eingangsspannung erzeugen, indem Pin 3 (out) des Reglers mit der Schaltungsmasse verbunden wird. An Pin 2 (GND) des ICs liegt dann die negative Spannung an. Außer den dreipoligen Reglern im SIL-Gehäuse gibt es auch noch Ausführungen im SMD-Gehäuse.
Aufgrund der in diese Module integrierten Bauteile fallen sie etwas voluminöser als ihre analogen Pendants aus.

Kommentare werden geladen...
Verwandte Artikel