IR-LED für Iris-Scanner mit Knick in der Optik

26. Dezember 2015, 17:55 Uhr
IR-LED für Iris-Scanner mit Knick in der Optik
IR-LED für Iris-Scanner mit Knick in der Optik
Das Scannen der Iris eines Menschen gilt als die zuverlässigste biometrische Identifikationsmethode. Diese Technik wird auch seit kurzer Zeit von Smartphones und Tablets genutzt. Im Jahr 2014 stellte Osram Opto Semiconductors genau für diesen Zweck die Oslux SFH 4780S vor, die erste IR-LED, die so kompakt (2,4 mm hoch) und so zuverlässig war, dass sie ohne Probleme in mobilen Geräten eingesetzt werden konnte. Nun hat Osram eine neue Version entwickelt, die SFH 4786S, die nur 1,6 mm hoch und daher geeignet ist für den Einbau in ganz dünnen Geräten.

Die neue SFH4786S weist einige besondere Eigenschaften auf. War das Vorgängermodell auf eine optimale Lichterzeugung ausgerichtet, so besitzt die neue LED ein Linsensystem, das das IR-Licht schräg, in einem Winkel von 8° zur Lotrechten abstrahlt. Diese besondere Abstrahlcharakteristik ist von Vorteil für das Gesichtsfeld, das die Iris-Kamera überstreicht, die ja in einigen Abstand zur IR-LED montiert ist. Die Leistungen des gesamten Systems sind deutlich besser als mit einer vertikal nach oben strahlenden LED. Zudem sind keine mechanischen Hilfsmittel mehr nötig, die diesen Abstand ausgleichen müssten. Dies verringert die Komplexität des ganzen Systems. Verglichen mit dem Vorgängermodell weist die neue IR-LED auch einen breiteren Abstrahlwinkel von +-13° auf, so dass eine größere Fläche im bei Iris-Scannern gebräuchlichen Arbeitsabstand beleuchtet wird.

Genau wie der Vorgänger liefert der SFH 4786S IR-Licht mit einer Wellenlänge von 810 nm. In diesem Wellenlängenbereich kann man einen hohen Kontrast bei allen Irisfarben erzielen. Beide Chips verwenden die NanoStack-Technik, die zwei Emissionsspektren pro Emitter verwendet und so eine maximale optische Ausgangsleistung erzielt.
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