Internationales Neutrino-Experiment beginnt

25. Juli 2017, 13:05 Uhr
Der überirdische Teil der Sanford Underground Research Facility. Bild: Sanford Lab.
Der überirdische Teil der Sanford Underground Research Facility. Bild: Sanford Lab.
Mit einer kleinen Zeremonie an der SURF (Sanford Underground Research Facility) in South Dakota (USA) hat der Bau des großen internationalen Experiments begonnen, das einen wichtigen Beitrag zum Wissen über das Universum leisten soll. Die LBNF (Long Baseline Neutrino Facility) soll nach dem Abschluss der Bauphase in gut zehn Jahren das internationale DUNE (Deep Underground Neutrino Experiment) beherbergen. Bei Konstruktion und späterem Betrieb nehmen 1.000 Wissenschaftler und Ingenieure aus 30 Ländern teil.

LBNF/DUNE soll das bislang größte Experiment der USA sein, das am Beispiel des Neutrinos wichtige Erkenntnisse über die noch unbekannten Eigenschaften von Elementarteilchen beisteuern soll. Ziel ist die Beantwortung von Fragen, wie unser Universum funktioniert und warum es Materie gibt.

Das Fermilab (Fermi National Accelerator Laboratory) bei Chicago soll hierzu Neutrinos erzeugen und durch eine 1.300 km lange Strecke durch die Erde leiten, bis sie im Sanford Lab durch einen unterirdischen Detektor mit der Masse von 70.000 Tonnen detektiert werden.

Der Detektor wird die Wechselwirkung von Neutrinos mit anderen Teilchen untersucht. Dabei wird auch versucht herauszufinden, wie sich ein Neutrino von seinem korrespondierenden Antiteilchen Antineutrino unterscheidet. Man erhofft sich dabei Aufschlüsse auf die Frage, warum das Universum durch normale Materie dominiert wird.
 
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