Hallenbad mit Server-Heizung

9. März 2016, 10:34 Uhr
In Paris soll das Wasser eines Schwimmbads in Zukunft mit Computer-Servern geheizt werden
In Paris soll das Wasser eines Schwimmbads in Zukunft mit Computer-Servern geheizt werden
Wie kann die von Datenservern erzeugte Abwärme weiter verwendet werden, um Energie zu sparen? Indem man zum Beispiel das Wasser in einem Schwimmbecken damit heizt, sagte sich der Bürgermeister von Paris und bat im Juli 2015 um entsprechende Angebote für das Bad Butte-aux-Cailles. Die gelieferte Wärmenergie sollte dabei ausschließlich aus der lokalen Datenverarbeitung stammen. Das Schwimmbad dieses historischen Viertels im dreizehnten Arrondissement der Stadt wurde ursprünglich durch einen artesischen Brunnen aus 580 Metern Tiefe beheizt und wird aktuell durch städtische Betriebe mit Wärme versorgt.

Ab Herbst 2016 sollen, wenn es nach dem eingereichten Vorschlag des französischen Startup-Unternehmens Stimergy geht, mehrere „digitale „Heizkessel“ diese Aufgabe übernehmen. Damit lassen sich umgerechnet etwa 45 Tonnen an CO2 im Jahr einsparen. Da die hierzu verwendeten, als Wärmetauscher genutzten Computerserver Tag und Nacht in Betrieb sind, wird der Warmwassernachschub für das Schwimmbecken stets konstant sein. Mit dieser Weltpremiere gibt die Stadt Paris ein gutes Beispiel dafür, wie kommunale Institutionen den Herausforderungen einer zeitgemäßen Energiepolitik mit einer Synthese von Gebäudetechnik und Datenverarbeitung auf ökologischer und ökonomischer Basis begegnen können. Damit möchte Paris nicht nur eine attraktive und innovative Stadt sein, sondern auch das Ziel einer Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien um 25% bis zum Jahre 2020 erreichen. [Quelle: www.eurocloud.fr]
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