Gleichspannung spart im Gewächshaus 30% Energiekosten

16. November 2015, 22:47 Uhr
Gleichspannung spart im Gewächshaus 30% Energiekosten
Gleichspannung spart im Gewächshaus 30% Energiekosten
Am Anfang des 20. Jahrhunderts tobte in den USA die große Schlacht der Elektrizitätsarten. Thomas Edison war ein mehr als vehementer Verfechter der Gleichspannungsversorgung, während sich Nikola Tesla mit Unterstützung durch George Westinghouse für Wechselspannungsnetze ins Zeug legte. Am Ende gewann die Wechselspannung. Für die damalige Zeit war das die richtige technische Entscheidung. Ein Jahrhundert später ist die Elektronik in jeden Winkel unseres Lebens eingezogen und die benötigt Gleichspannung, die über ineffiziente Netzteile aus dem Wechselspannungsnetz gewonnen wird. Ist es jetzt also an der Zeit, auf Gleichspannung umzuschalten?

Zumindest für Beleuchtungszwecke scheint Gleichspannung die bessere Lösung zu sein. Weniger Verluste und weniger Kabellage macht die Sache etwas preiswerter. Doch es gibt noch weitere Vorteile:
Basierend auf dem erfolgreichen Pilot-Projekt DC=DeCent, in dem die Pflanzenbeleuchtung einer Testpflanzung mit einem 350-V-Gelcihspannungsnetz erfolgte, wurde ein größerer Versuch durchgeführt. Die Anlage wurde gleich auf Gewächshäuser mit einer Fläche von 2,2 ha der Firma Vreeken hochskaliert, die sich auf auf Zimmerpflanzen der Gattung Bouvardia spezialisiert hat. Die ersten mit Gleichspannung großgezogenen Pflanzen sollen im März 2016 ausgewachsen sein.
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