Gerät ans Internet – ohne Platinen- und Firmware-Änderung

8. März 2016, 14:31 Uhr
Gateway-Platinen machen Geräte internetfähig (Bild: Keolabs, www.iotize.com).
Gateway-Platinen machen Geräte internetfähig (Bild: Keolabs, www.iotize.com).
Es ist mittlerweile fast schon eine Standardanforderung, ein elektronisches Gerät mit einer (Drahtlos-)Schnittstelle wie Bluetooth oder WLAN auszurüsten. Wer eine bestehende Produktlinie aber fit für das Internet of Things und damit zukunftssicher machen möchte, muss normalerweise sowohl die Hardware als auch die Software ändern. Das ist kostenträchtig und auch ein Risiko. Denn in ein bis dahin bewährtes Platinendesign oder eine robuste Firmware könnten sich ja wieder neue Fehler einschleichen.

Das französische Unternehmen Keolabs hat mit seiner „IoTize“-Lösung den diesjährigen Embedded World Award in der Kategorie Hardware gewonnen. Ein Gerät wird „IoTisiert“, indem sich der integrierte Mikrocontroller mit einer kleinen, zusätzlichen Gateway-Platine verbindet, welche für die Drahtlosanbindung sorgt. Als Schnittstelle wird einfach der Debug-Port genutzt, der sich sowieso auf jedem Controllerboard befindet. Damit wird nicht nur eine Platinenmodifikation überflüssig. Da eine Debug-Schnittstelle Zugang zu den Programmvariablen und Controllerregistern bietet, kann man sowohl Gerätedaten sammeln als auch in die Gerätesteuerung eingreifen, ohne die Firmware erweitern oder ändern zu müssen.

Auf der Embedded World 2016 wurden Gateway-Platinen für NFC, Bluetooth Low Energy und WLAN gezeigt. Sie werden allerdings – von Eval-Samples abgesehen – nur im Rahmen von Lizenzen an die Gerätehersteller verkauft. Inbegriffen sind dabei auch eine fortschrittliche Entwicklungsumgebung, UI-Templates für die Steuerung (Smartphone) und natürlich Support.

Mehr Infos:
www.iotize.com
 
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