Fortschritte bei der elektronischen Spracherkennung

8. September 2016, 11:08 Uhr
Zurzeit bedienen wir unsere Geräte noch mit Hilfe von Drehknöpfen, Schiebereglern, Tasten und Touchscreens. In Zukunft werden, als Erweiterung oder gar als Ersatz, noch Bedienelemente hinzukommen, die auf die menschliche Stimme reagieren und die aus Mikrocontrollern mit Stimmerkennungs-Software aufgebaut sein werden. Die Anforderungen an solche Elemente sind sehr hoch, da sie sowohl auf nahe als auch auf entfernte Laute nicht nur empfindlich, zuverlässig und selektiv reagieren, sondern sich auch noch durch einen möglichst niedrigen Energieverbrauch auszeichnen müssen.

Der Strombedarf heutiger Stimmerkennungs-Systeme, die mit Signalprozessor und A/D-Wandler ausgestattet sind, stellt ein nahezu unüberwindbares Hindernis für batteriebetriebene IoT-Anwendungen dar. Das in Grenoble ansässige Unternehmen Dolphin Integration, das sich auf Delta-Sigma-Anwendungen im Audiobereich spezialisiert hat, überraschte unlängst die Fachwelt mit ihrem Whisper-Trigger, ein schnell reagierender Schalter, der im detection-mode nur einen Strom von 20 µA verbraucht – das ist ungefähr fünf bis zehn mal niedriger als bei vergleichbaren Systemen. Der maximale Strombedarf beträgt 360 µA und die Verzögerungszeit ist vernachlässigbar. Der A/D-Konverter kann innerhalb einer Millisekunde zum Leben erweckt werden.

Zur Texterkennung und zur Identifizierung von Schlüsselworten wird das MEMS-System mMOD67.5-COQ-VD.01 von Dolphin Integration mit einem zirkulärem Buffer ausgestattet sein, in welchem die erforderlichen Konvertierungs-, Filterungs- und Dezimierungsprozesse ausgeführt werden.

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