Ethernet über 2-Draht-Leitungen

30. Dezember 2013, 00:00 Uhr
Ethernet über 2-Draht-Leitungen
Ethernet über 2-Draht-Leitungen

Mit neuen Netzwerkmodulen für Switches oder Security Appliances können Industriebetriebe unkompliziert eine 2-Draht-Ethernet-Vernetzung für neue oder bestehende Anlagen realisieren. Heute werden in der Industrieautomatisierung häufig noch konventionelle Feldbusse wie z.B. PROFIBUS eingesetzt, die keine in der IT-Welt gebräuchlichen Kommunikationsprotokolle verwenden.

 

Mit Ethernet würde die Kommunikation über die ganze Anlage einfach über webbasierte Dienste bedienbar. Der Netzwerkstandard Ethernet ist jedoch für spezielle, mehradrige Kabel mit vier oder acht Adern spezifiziert, weshalb bisher sogenannte SHDSL-Modems zur Anbindung an zweiadrige Kabel installiert oder für große Entfernungen sogar Glasfaserleitungen eingesetzt werden mussten. Siemens ermöglicht nun Ethernet-Kommunikation über herkömmliche Zweidrahtleitungen ohne den Einsatz bislang nötiger Modems. Damit kann die existierende Anlagenverkabelung auch für Ethernet genutzt werden.

 

Ethernet über Zweidrahtleitungen wurde speziell für Infrastrukturprojekte entwickelt. Dort sollte die Datenübertragung zwischen Unterstationen ohne Änderung der bestehenden Verkabelung und ohne spezielle Modems auf Ethernet umgestellt werden. Über Strecken von bis zu 1.000 m können – je nach Länge des Kabels – zwischen 100 und 10 Mb/s über Zweidrahtleitungen übertragen werden. Als Leitungen eignen sich zum Beispiel PROFIBUS-Kabel. Der Anschluss an die Zweidrahtleitung erfolgt über einen RJ45-Stecker, der wiederum in das entsprechende 2-Draht-Netzwerkmodul gesteckt wird.

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