Elektronik überall: Jetzt auch im Staubsauger

22. Januar 2015, 12:26 Uhr
Elektronik überall: Jetzt auch im Staubsauger
Elektronik überall: Jetzt auch im Staubsauger

Nachdem letztes Jahr deutlich wurde, dass bei der Entwicklung neuer Autos die Elektronik über 50% des Budgets verschlingt und Autos damit zu fahrenden elektronischen Geräten mutieren, ist dieser Trend nunmehr auch im Haushalt angekommen. Spielte bei den ersten Staubsaugern der bekannten Marke Dyson die Elektronik lediglich eine Rolle unter „ferner liefen“, hat sich das mit dem neuesten Robotorstaubsauger umgekehrt.

Elektronik wurde nach Verlautbarung von Dyson zum zentralen Aspekt bei der Entwicklung ihres neuesten Roboterstaubsaugers. Als Resultat dieser Erkenntnis vergrößerte der Staubsaugerhersteller seine Entwickler-Teams für Hardware und Software massiv, um der wachsenden Bedeutung der Elektronik in seinen Produkten gerecht zu werden.
Beim Robotersauger Dyson 360 Eye ist Elektronik nicht bloß wichtig, sondern die Elektronik definiert das Produkt. Dyson ist damit einer der Hersteller von Haushaltsgeräten, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und jetzt plant, die Bereiche Künstliche Intelligenz und Robotik verstärkt in intelligente Haushaltsgeräte einzubringen.
Aus diesen Gründen wurde ein neues Roboter-Labor geplant, das in den nächsten Monaten am Hauptsitz in Wiltshire (UK) eröffnet wird. Die Firma hat hierzu passend eine Rekrutierungskampagne gestartet, um ihre Entwickler-Teams um Spezialisten für Hardware- und Software-Systeme zu verstärken. Schon in den letzten zwölf Monaten wurden 60 Elektronik-Ingenieure eingestellt und dieses Jahr ist die Einstellung von weiteren 70 Ingenieuren geplant.

Die Elektronik-Entwicklung bei Dyson umfasst sowohl die analoge und die Leistungselektronik als auch den Bereich Embedded-Systeme. Außerdem werden fortschrittliche Motorsteuerungen für die vier Antriebsmotoren eines Robotersaugers und seine Anbindung an das häusliche WLAN inhouse entwickelt. Daneben wird auch die Software für die Steuerung des Betriebs und für Smartpones in Eigenregie entwickelt. Ein Zeichen für die Wichtigkeit dieses Aspekts ist, dass das Software-Entwicklungs-Team mittlerweile schon 55 Ingenieure umfasst. Allein Dysons Etat für Forschung und Entwicklung von über einer Milliarden britischen Pfund ist beeindruckend.

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