Eine Extraprise Salz für Lithium-Akkus

15. Mai 2016, 09:30 Uhr
Eine Extraprise Salz für Lithium-Akkus
Eine Extraprise Salz für Lithium-Akkus
Es klingt auf den ersten Blick merkwürdig, doch tatsächlich gelang einem Wissenschaftler-Team der UMD (University of Maryland) die Steigerung der Leistung mit „mehr Salz“ bei einer neuartigen wasserbasierten Lithium-Akku-Technik, die sehr viel sicherer und umweltfreundlicher ist, als konventionelle Lithium-Akkus.

Die neuesten Fortschritte verbessern eine schon früher erfolgte Entwicklung des Teams des Army Research Laboratory an der UMD einer Wasser-in-Salz-Technologie. Sie haben hierbei herausgefunden, dass die Zugabe eines zweiten Salzes die Kapazität dieses Akkus deutlich steigern konnte. Der wasserbasierte Elektrolyt wird selbstverständlich nicht wie beim Frühstücksei mit Kochsalz bestreut, sondern es kommt verständlicherweise neben einem ersten noch ein zweites Lithium-Salz zum Einsatz, was dann zum terminus technicus „Water-in-Bisalt-Electrolyte“ führt.

Der große Vorteil eines wasserbasierten Elektrolyten ist neben der geringeren Umweltschädlichkeit seine geringere Gefährlichkeit, denn zu Bränden kommt es bei diesem Akkutyp prinzipbedingt nicht. Dieser grünere Akkutyp führt bei ähnlichen elektrischen Eigenschaften daher zu einer Alternative, die selbst in sicherheitskritischen Bereichen wie Flugzeugen eingesetzt werden kann. Auch für die lokale Zwischenspeicherung von elektrischer Energie z. B. von Solaranlagen etc. bieten sie eine gute Basis, da sich diese Akkus gefahrlos zu großen Aggregaten skalieren lassen. Es ist daher durchaus berechtigt, hier von einem Durchbruch zu sprechen.
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