Dauerelektroden für EKG und EMG

26. Januar 2015, 20:52 Uhr
Dauerelektroden für EKG und EMG
Dauerelektroden für EKG und EMG

Forscher der North Carolina State University (USA) haben spezielle Elektroden für Biosignale wie EKGs oder EMGs entwickelt, die eine ganz besondere Eigenschaft aufweisen: Sie erlauben eine gleich gute Signalqualität wie sogenannte „nasse“ Elektroden, eignen sich aber auch sehr gut für langfristige Aufzeichnungen. Bei länger dauerndem Einsatz sind sie viel präziser als bisherige Lösungen für Anwendungen, bei der die untersuchte Person in normalem Umfeld und daher in Bewegung ist.

Elektroden für elektrophysiologische medizinische Anwendungen benötigen normalerweise ein extra Gel, um den Kontakt mit der Haut zu optimieren und somit den Übergangswiderstand zur Haut zu minimieren. Bei längerem Tragen solcher Elektroden gibt es Probleme mit Hautirritationen, da das Gel austrocknen kann, was letztlich die Qualität der Datenerfassung reduziert. Die neuartigen Elektroden sind trocken und nutzten hochflexible Nanodrähte aus Silber – sie erreichen deshalb ohne Gel die gleichen Erfassungsqualitäten wie nasse Elektroden, da der gute Kontakt zwischen Haut und Elektrode nicht mit der Zeit abnimmt. Die neuen Elektroden sind ansonsten voll zur nassen Technik kompatibel.

Bild: Yong Zhu

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