Das Ende der kalten Lötstelle

16. November 2017, 09:19 Uhr
Lötkolben prüft Lötstellen. Bild: Metcal
Lötkolben prüft Lötstellen. Bild: Metcal
Die Dicke der intermetallischen Verbindung (IMC) ist ein Schlüsselparameter zur Bestimmung der Qualität einer Lötverbindung. Wenn sie zu dünn ist (weniger als etwa 0,25 µm), ist die Verbindung "kalt"; wenn sie zu dick ist (4 μm und mehr), ist sie spröde. Die optimale IMC-Dicke liegt bei 1 μm.

Qualität einer Lötstelle

Derzeit wird die Qualität von Lötverbindungen hauptsächlich durch Sichtprüfung bestimmt, aber Metcal hat eine Methode entwickelt, um den Lötkolben dazu zu bringen, dies zu übernehmen. Connection Validation (CV), wie die Technik genannt wird, liefert sofortige visuelle Rückmeldung über die Qualität der Lötverbindung während des Lötens.

Wenn man die Spitze des Lötkolbens auf die Lötstelle setzt, entsteht ein Leistungsbedarf, der den Beginn eines Lötvorgangs anzeigt. Das System überwacht den Leistungsbedarf, bis eine Änderung erkannt wird, die die Fertigstellung der Wärmebrücke anzeigt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Lot vollständig flüssig geworden.

Das System berechnet nun die Dicke der intermetallischen Verbindung (IMC) als Funktion von Temperatur und Zeit. Der Lötkolben leuchtet grün, wenn sich die richtige IMC-Dicke von ca. 1 μm gebildet hat. Jeder während des Prozesses auftretende Fehler wird durch rotes Licht angezeigt.
 
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