Chipseasy: Bauteile „elektronisch“ sortieren

20. Februar 2017, 15:32 Uhr
Chipseasy: Bauteile „elektronisch“ sortieren
Chipseasy: Bauteile „elektronisch“ sortieren
Genau das hat dem modernen Elektroniker doch gefehlt: Ein Aufbewahrungssystem, das die Übersicht über die vorhandenen Bauteile-Schätze wahrt oder gar erst wirklich ermöglicht. Gerade bei Kleinteilen wie z. B. SMDs weiß man schnell nicht mehr, wieviel man von was vorrätig hat und verplempert so viel Zeit beim Suchen. Ein Kleinteilemagazin mit USB-Anschluss und WLAN räumt damit auf.

Zwar mag man im ersten Augenblick die linke Augenbraue heben und sich fragen, wozu ein Kleinteilemagazin einen USB-Anschluss benötigt und „was das denn schon wieder soll“, aber das folgende Video macht schnell klar, was für eine enorme Erleicherung dieses Stück eingebaute Elektronik genau für Elektroniker bedeuten kann. Keine endlose Sucherei mehr und Schluss damit, dass man gerade den letzten 1-kΩ-Widerstand verlötet hat, weil vergessen wurde, rechtzeitig Nachschub zu bestellen. Dank USB-Anschluss und eingebauter LEDs sucht man nämlich blitzschnell mit Computerhilfe und hat das zu verlötende Objekt sofort dank aufleuchtender LED gefunden.
 

Auch andersherum verhilft diese smarte Aufbewahrungshilfe zu Effizienz, denn auch beim Einsortieren in und neuem Beschriften der Fächer ist die zugehörige App eine nicht zu unterschätzende Hilfe.
Die Kiste aus Alu misst 22x22x39,5 cm und bietet dank acht Schubladen mit je 8x8 Einzelboxen Platz für insgesamt 512 unterschiedliche Bauteile. Man kriegt hier also die kompletten E12-Reihen an SMD-Widerständen der Größen 0403, 0603, 0804 und 1206 in nur einem Drittel  der Kiste unter. Bleibt also noch sehr viel Platz für Kondensatoren, Dioden, Transistoren, LEDs und Chips aller Art. Im Prinzip reicht ein solcher Kasten für ein kleines Elektronik-Labor vollkommen aus.

Selbstverständlich ist so ewas cleveres, dass dazu noch stabil gebaut ist, nicht ganz preiswert. Die Kickstarter-Kampagne ermöglicht einen Einstieg ab 369 $. Es gibt sogar fertig gefüllte Magazine mit unterschiedlichen Inhalten zu unterschiedlichen Preisen. Die Kampagne läuft noch zwei Wochen und hat etwa 60 % des recht bescheidenen Ziels von 20.000 $ erreicht. Wer also Ordnung braucht und High-Tech-Ordnung mag: zuschlagen, denn es wäre schade, wenn so etwas Praktisches nicht umgesetzt werden könnte...
 
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