Bildsensor blickt in die Tiefe

26. Juni 2016, 09:26 Uhr
Bildsensor blickt in die Tiefe
Bildsensor blickt in die Tiefe
Toshiba hat eine Bilderkennungstechnik entwickelt, die es möglich macht, aus der Information eines einzigen Bildsensors sowohl ein Farbbild als auch die Tiefeninformation zu destillieren. Diese neue Technik detektiert den Abstand in einer solch hervorragenden Qualität, wie man es nur von einer Stereo-Kamera her kennt.

Die neue Bilderkennungstechnik basiert auf einer Kombination von Farbfiltern und Bildbearbeitung, um sowohl ein Farb- wie auch ein äußerst genaues Tiefenbild mit einem einzigen Sensor zu erzeugen. Dabei wird ein gesondertes Farbfilter, bestehend aus einem blauen und gelben Filter, an der Blende angebracht, so dass neben der Unschärfe eine Farbverschiebung entsteht. Die Kombination dieser beiden Parameter ist abhängig vom Abstand des Objekts. Eine Bildanalyse berechnet Unschärfe und Farbverschiebung für jedes Pixel, so dass man den Abstand zum Objekt genau bestimmen kann.
Eine Verschlechterung der Aufnahmequalität wird dadurch vermieden, dass das spezielle Farbfilter grünes Licht, das einen großen Beitrag zur gesamten Helligkeit des Bildes liefert, ungehindert passieren lässt. Vergleichstests mit kommerziellen Kameras haben gezeigt, dass die Genauigkeit der berechneten Abstände mit dieser neuen Technik der einer Stereo-Kamera mit einem Linsenabstand von 35 cm entspricht.
 
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