Antischall im Auto

18. November 2019, 09:43 Uhr
RANC in Autos. Bild: Hyundai.
RANC in Autos. Bild: Hyundai.
Hyundai hat ein RANC-Verfahren (Road Active Noise Control) angekündigt, welches das bekannte ANC (Active Noise Cancelling) verbessert und Straßengeräusche um zusätzliche 3 dB abschwächen kann. Um Autos leise zu bekommen, werden eine Vielzahl konstruktive Maßnahmen bis hin zur aufwändigen Dämmung eingesetzt. Diese „passiven“ Techniken kosten nicht nur Geld, sondern können das Auto u.U. auch schwerer machen und so der Effizienz schaden. Hyundai will aber nicht nur Motorgeräusche, sondern auch unerwünschten Lärm bekämpfen, der von außen kommt.

Es wurden also auch Straßengeräusche durch die aktive Technologie wie z. B. Resonanzgeräusche bei Reifen und Rädern oder Rumpeln des Fahrwerks bekämpft. Die RANC reagiert dabei schnell auf Schwankungen von niederfrequenten Geräuschen. Laut Hyundai wäre RANC nach sechs Jahren Entwicklung nur kurz vor der Produktionsbereitschaft.

Funktionsweise

RANC verwendet Beschleunigungssensoren und Mikrofone, um akustische Signale von der Straße zu erfassen und per DSP invertierte Audiosignale über Lautsprecher zur Lärmsenkung einzusetzen. Die aktive Lärmpegelsenkung ist dabei effektiver als passive Maßnahmen.

Dank optimierter Berechnungs- und Signalübertragungsgeschwindigkeit dauert es nur 2 ms, um die Lärmsignale zu analysieren und den passenden Antischall zu generieren. Das System zielt darüber hinaus darauf ab, die Fahrgeräusche nicht nur für den Fahrer, sondern auch für Beifahrer und Mitfahrer auf den Rücksitzen optimal leise zu machen. Hierzu sind komplexe Algorithmen erforderlich. RANC soll demnächst im Modell Genesis implementiert werden.
 
 
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