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  • Veröffentlicht in Heft 7/2005 auf Seite 0
Über den Artikel

Softstart für (Halogen-) Glühlampen

Bekanntlich liegt der Wendel-Widerstand einer Glühlampe in kaltem Zustand wesentlich niedriger als nach Erreichen der Betriebstemperatur. Deshalb ist die Gefahr, dass der Wendel durchbrennt, beim Einschalten der Glühlampe besonders hoch. In diesem Moment beträgt der Strom ein Vielfaches des nominalen Stroms, er kann etwa 15 mal höher sein.
Die Softstart-Schaltung ist trotz ihres unkomplizierten Aufbaus mit nur vier Bauelementen erstaunlich wirksam. Nach dem Einschalten liegt an der Glühlampe über die Diode zunächst nur eine Halbwelle der Wechselspannung. Die Glühlampe arbeitet mit "halber Kraft", die thermische Belastung des Wendels beträgt nur ein Viertel. Der Übergang zum normalen Betrieb wird um einige Sekunden verzögert, die Lebensdauer wird dadurch erheblich verlängert.
Vor eine 50-W-Lampe geschaltet werden ca. 0,2 W in Wärme umgesetzt, bei einer 300-W-Lampe betragen die Verluste nur ca. 1,2 W. Dies entspricht einem Wirkungsgrad von ungefähr 99,5 %. Beim Betrieb mit 12-V- oder 24-V-Halogenlampen (an Wechselspannung!) liegt der Wirkungsgrad etwas niedriger, er beträgt aber immer noch ungefähr 95 %. Im Gegensatz zu ähnlichen Softstart-Schaltungen wird keine eigene Stromversorgung benötigt. Die Schaltung kann an beliebiger Stelle in den Stromkreis eingefügt werden, die vier Bauelemente lassen sich meistens in dem vorhandenen Schaltergehäuse unterbringen.
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