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Auto-Diagnose mit OBD-2

Einheitlicher Stecker – aber viele Protokolle

Auto-Diagnose mit OBD-2
Bereits im Oktober und November 2002 hat Elektor ein OBD-2-Fahrzeug-Diagnosesystem für den Selbstbau vorgestellt. Inzwischen ist diese genormte Schnittstelle unter der Bezeichnung EOBD in der EU für alle neu zugelassenen PKWs – Benziner wie Diesel – vorgeschrieben. Gleichzeitig hat sich die Zahl der für die Übertragung verwendeten Protokolle von drei auf fünf erhöht – wobei sich das CAN-Bus-Protokoll immer mehr durchsetzt.
Elektronische Diagnose-Systeme gibt es in Kraftfahrzeugen fast eben so lange wie digitale Motorsteuerungen – also schon seit etwa 20 Jahren. Um eine bessere Kontrolle der abgasrelevanten Komponenten in den Fahrzeugen zu ermöglichen, wurden in den USA ab 1988 OBD-Systeme (On-Board-Diagnose) vorgeschrieben und ab 1995 mit OBD-2 in einer weiterentwickelten Form standardisiert. Diese herstellerübergreifend vereinheitlichte Diagnose-Schnittstelle diente auch der EU-Kommission als Basis für eine EU-Richtlinie, so dass auch europäische Hersteller gezwungen wurden, eine einheitliche zugängliche Diagnose-Schnittstelle einzubauen und wesentliche Teile ihrer bisherigen Diagnose-Systeme entsprechend anzupassen und offen zu legen. Für alle neu entwickelten Modelle ist dieses EOBD (Europäisches On-Board-Diagnosesystem) bei Benzinern seit 2000 und bei Dieseln seit 2003 in der EU verbindlich vorgeschrieben. Ein Jahr später wurde EOBD für sämtliche PKW bei der Erstzulassung obligatorisch (ab 1.1.2001 für Benziner, ab 1.1.2004 für Diesel).
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