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Bleifreie Elektronik

Laborgeflüster

Bleifreie Elektronik
Am 1. Juli 2006 ist es so weit: Auf Grund der europäischen Richtlinie RoHS (Restriction of Hazardous Substances) ist im Elektronik-Bereich unter anderem auch die Anwendung von Blei zum größten Teil verboten.
Zum Umstieg auf die neue Richtlinie genügt es nicht, herkömmliches Lötzinn ganz einfach nur durch eine bleifreie Version zu ersetzen: Bleifreies Löten erfordert höhere Löttemperaturen, denen die betreffenden Bauteile dann auch widerstehen müssen. Deren Anschlüsse wiederum dürfen nicht mehr mit bleihaltigem Material verzinnt sein, wenn sie die RoHS-Norm erfüllen sollen.
Allmählich beginnen die Hersteller elektronischer Bauelemente, ihre Produkte mit dem Etikett “Bleifrei” aufzuwerten. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis eine Verknappung älterer Bauelemente den Markt kennzeichnen wird. Pessimisten erwarten angesichts dieser Umstellung den Verlust von Arbeitsplätzen bei Firmen, denen der Wechsel nicht rechtzeitig gelingt. Es wird sich zeigen, ob sie Recht haben: Ähnlich düstere Prophezeiungen waren bereits bei der Einführung der EMC-Richtlinien zu vernehmen, doch zum Glück haben sich die damaligen Befürchtungen als grundlos erwiesen.
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