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  • Veröffentlicht in Heft 4/2003 auf Seite 0
Über den Artikel

Röhren-Endverstärker I

Spitzentechnik ohne Spielereien

Röhren-Endverstärker I
Dieser Röhren-Endverstärker, von seinem Entwickler "Straight" genannt, geht auf einen Entwurf aus den fünfziger Jahren zurück. Die beiden in Gegentakt geschalteten Endröhren EL 34 leisten etwas mehr als 35 W an 8 Ohm, der "Ultralinear"-Frequenzgang und niedrigste Verzerrungen gehören selbstverständlich dazu. Die Schaltung ist überdurchschnittlich nachbausicher, insbesondere für den, der bereits Erfahrungen mit der Röhren-Schaltungstechnik gesammelt hat. An Lautsprecherboxen mit gutem Wirkungsgrad eröffnet der Endverstärker Klangdimensionen, wie sie nur mit der Röhren-Technik realisierbar sind.Dass Spitzenqualität nicht nur mit den Technologien von heute machbar ist, beweist der hier vorgestellte Röhren-Endverstärker recht überzeugend: Die Schaltung basiert auf einer Empfehlung von Philips [1], die Ende der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts (!) der Fach-Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Später wurde der Schaltungsvorschlag von Claus Byrith in verschiedenen schaltungstechnischen Details überarbeitet und erweitert. Anders als beim ursprünglichen Entwurf wird nun die negative Gitter-Vorspannung für die Endröhren separat erzeugt, die Wechselspannungs-Symmetrie der Endstufe ist einstellbar, die Vorstufe mit der Pentode EF 86 arbeitet in Trioden-Schaltung, und die Gesamt-Gegenkopplung des Endverstärkers ist auf 20 dB reduziert.
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Extra info, Update
Leserbrief:
Ich habe eine Frage zu der Röhren-Gegentaktendstufe mit EL34, die im April 2003 vorgestellt wurde. Ist es möglich, die Endstufe auch mit einem Übertrager zu betreiben, der eine Primärimpedanz von 4k statt 6k besitzt?
Patrick Görlach
Im Prinzip ist eine kleine Fehlanpassung kein Problem, auch wenn sich die Leistung dadurch etwas verringert. Je näher die Ultralinear-Anzapfung an den Anodenanschlüssen ist, desto mehr gehen die EL34 in Richtung Trioden-Einstellung und desto niedriger muss die Impedanz (Ra-a) sein.
Als mögliche Alternative zu einer niedrigeren Primär-Impedanz kann der Lautsprecher an eine niedrigere Sekundär-Impedanz angeschlossen werden. Wenn Sie zum Beispiel einen 8-W -Lautsprecher an eine 7- oder 6-W -Übertrager-Anzapfung anschließen, wird die Primärimpedanz entsprechend höher.
Es ist natürlich praktisch, wenn man die Daten des Übertragers kennt. Wenn man sie nicht kennt, kann man keine gezielte Empfehlung geben - dann hilft nur probieren... Viel Erfolg!
Bob Stuurman
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