• Computer & Peripherie
  • Veröffentlicht in Heft 7/2002 auf Seite 0
Über den Artikel

Modemleitungs-Schutz

Das Problem ist bekannt: Ehe man es sich versieht (beziehungsweise merkt), hat sich beim Surfen im Internet ein Dialer-Programm auf dem PC installiert, das sich über eine teure Zugangsnummer (190xx) ins Internet einwählt. Und während man nichts ahnend weitersurft, nimmt das Schicksal seinen Lauf und die nächste Telefonrechnung höchst unerfreuliche Ausmaße an.
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Extra info, Update
Leserbrief:
Diese Schaltung habe ich schon einige Wochen vor Erscheinen des Halbleiterheftes bei mir zu Hause eingesetzt. Im Artikel wird beschrieben, dass die Spule für das Relais durch Selberwickeln herzustellen ist. Eine etwas professionellere Lösung sind spezielle Relais, die das Selberwickeln überflüssig machen (in Telefonbaukreisen unter der Bezeichnung "Schleifenstromrelais" bekannt). Die Spule dieser Relais ist speziell dafür ausgelegt, in Reihe mit einer Telefonleitung geschaltet zu werden, ohne die Parameter der Anschaltung des Endgerätes (hier des Modems) unzulässig zu beeinflussen. Diese Relais besitzen üblicherweise - genau wie das Relais im Artikel - neben der Spule einen Schließerkontakt und sind häufig in Telefonanlagen anzutreffen. Als Typ habe ich bei mir in der Schaltung das Bauteil "NP-CL-1A81-9-213" der Fa. Meder electronic AG, Friedrich List Str. 6 in 78234 Engen-Welschingen eingesetzt. Leider sind diese Relais (noch) nicht in den einschlägigen Katalogen für Hobbyanwender anzutreffen.
Johannes Gebhard

Leserbrief:
Für den Bau eines Modemleitungs-Schutz (Heft 7/8 2002, Seite 79) ist das Selbstwickeln einer Spule nicht erforderlich. Man kann als Relais jedes handelsübliche Reed-Relais mit einer Spulenspannung von 5V und einem Spulenwiderstand von mindestens 250 Ohm einsetzen. Bei höheren Spulenwiderständen ist zu überprüfen, ob der Spule ein Widerstand zur Entlastung parallel geschaltet werden muss. Der Leitungsstrom bei durchgeschalteter Telefonleitung beträgt etwa 20-25 mA. Folgende Erweiterungen der Schaltung sind empfehlenswert:
1. eine Leuchtdiode in Reihe mit der Schaltung, damit man sehen kann, wann die Verbindung aufgebaut ist und man den Taster loslassen kann.
2. ein Elko parallel zur Relaisspule um die Wählimpulse zu unterdrücken. Da jeder Impuls den Strom um bis zu 60ms unterbricht, müsste man sonst den Taster betätigt halten, bis die Impulswahl abgeschlossen ist.
Ich habe die Schaltung mit einem Dual In Line Relais Type PRME 15005 (380 Ohm) der Firma SDS ohne Parallelwiderstand und einem Kondensator 220 Mikrofarad/16V aufgebaut.
Hans Gerd Deunsch
Sicher ist es einfacher, ein „komplettes" Reed-Relais zu verwenden als die Spule selbst zu wickeln. Allerdings ist der höhere Spannungsverlust (etwa 5 V) zu berücksichtigen, der unter Umständen (lange Zuleitungen und erhöhte Leitungswiderstände) problematisch werden kann. Durch die LED gehen nochmals fast 2 V verloren. Außerdem ist die Polarität der an der Telefonleitung anliegenden Spannung nicht definiert und kann sich nach dem Zustandekommen der Verbindung auch umkehren. Man sollte daher besser zwei antiparallel geschaltete LEDs verwenden. Das Polaritätsproblem betrifft auch den Elko, ein bipolarer Typ bietet Abhilfe. Da er nur bei Impulswahl benötigt wird, kann man ihn bei der vorherrschenden Tonwahl weglassen.
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