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  • Veröffentlicht in Heft 6/2002 auf Seite 0
Über den Artikel

Richtmikrofon

Für "leise" Instrumente

Die Mundharmonika in einer Band ist im Vergleich zu den anderen Instrumenten häufig nicht laut genug. Dreht man den Verstärker auf, riskiert man eine Rückkopplung. Was Wunder wirkt, ist ein Mikrofon mit ausgeprägter Richtcharakteristik.
Mikrofone, die in alle Richtungen gleich empfindlich sind, besitzen eine Kugelcharakteristik. Solche Mikrofone reagieren auf die Druckschwankungen, die der Schall verursacht. Der Druck ist eine Größe, die in alle Richtungen gleich stark wirkt, daher bezeichnet man das Wirkprinzip von Mikrofonen mit Kugelcharakteristik auch als Druckempfänger (Bild 1a).
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Leserbrief:

Den gleichen Effekt wie beim "Richtmikrofon" (Elektor 6/2002, S. 68) kann man wesentlich einfacher und ebenso wirkungsvoll erreichen. Ich hatte das Problem, ein möglichst kleines Headset-Mikrofon für laute Umgebung (Flugzeug) zu entwickeln. Es gibt zwar auch Druckgradienten-Electretmikrofone, aber die sind schwer zu beschaffen. (Ein Tipp: in einigen der sehr preiswert angebotenen Computer-Standmikrofonen findet man solche Kapseln. Man erkennt sie daran, dass sie auch hinten offen sind). Hat man aber so ein Mikrofon nicht, hilft folgende Überlegung:
Grundsätzlich werden die handelsüblichen (zweipoligen) Electretkapseln betrieben wie im Bild links dargestellt. Nun liegt es nahe, den obligatorischen Vorwiderstand durch eine gleiche Mikrofonkapsel zu ersetzen. Das führt dann zu der Schaltung, wie sie das Bild rechts zeigt. Bei ideal gleichen Kapseln führt ein gleichzeitig ankommendes Schallereignis zu keiner Spannungsschwankung am Ausgang zwischen den beiden Kapseln. Da aber selbst gleiche Kapseln nicht gleich empfindlich sind, muss man sie aneinander anpassen. Dazu dient - bedingt - das Potentiometer.
H. Jürgen Bill
Sicher einen Versuch wert. Der FET in der Electret-Kapsel wirkt als Stromquelle, so dass man mit den beiden Kapseln praktisch zwei Stromquellen in Reihe schaltet. Allerdings: Wie Sie schon schreiben, wird es in der Praxis schwierig sein, zwei (auch über einen bestimmten Temperaturbereich) gleiche Kapseln zu finden.
Widerstände:
R1,R5 = 22 k
R2 = 10 k
R3,R4,R6 = 33 k
R7 = 220 Ohm
P1 = Trimmpoti 22 k
P2 = Trimmpoti 47 k
P3 = Potentiometer 10 k log., kleine Mono-Ausführung
Kondensatoren:
C1 = 10 µ/63 V stehend
C2 = 100 n
C3,C6,C7 = 22 µ/40 V stehend
C4 = 100 p
C5 = 1 µ/63 V stehend
Halbleiter:
IC1 = TL071CP*
Außerdem:
Bt1 = 9 V Blockbatterie mit Clip
MIC1,MIC2 = Miniatur-Kondensator-Mikrofonkapseln mit Gummihalterung (z. B. Monacor MCE2000)
3,5-mm-Stereo-Klinkenbuchse oder 5-polige DIN-Buchse für Chassismontage*
K1 = 6,3-mm-Mono-Klinkenbuchse mit isoliertem Schalter für Chassismontage
Gehäuse mit Batteriefach (und Gürtelclip), etwa 102x 61x 26 mm3
Platine 010123-11 (nicht im EPS)
*: siehe Text
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