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  • Veröffentlicht in Heft 10/2000 auf Seite 0
Über den Artikel

GBDSO I

Nintendo-Game-Boy als mobiles Speicheroszilloskop

GBDSO I
Dieses außergewöhnliche Elektor-Projekt verwandelt einen Gameboy-Spielcomputer in ein vielseitiges digitales Oszilloskop, dessen Funktionalität sogar FFT-Messungen (Fast Fourier Transformation) umfasst. Das "Geheimnis" dieser wunderbaren Gameboy-Verwandlung ist eine Einsteckkarte ohne eigenem Mikroprozessor.Die Konversion eines in Großserie hergestellten Spielcomputers für eine völlig andere Anwendung ist auf Grund des hohen Integrationsgrades und der fehlenden Dokumentation in der Regel aussichtslos. Eine Ausnahme stellt der Gameboy von Nintendo dar, mit dem sich offenbar schon viele Elektronikentwickler in ihrer Freizeit intensiv beschäftigt haben, wie man an zahlreichen einschlägigen Websites erkennen kann. Dadurch steht eine Wissensbasis zur Verfügung, die es ermöglicht, derart anspruchsvolle Anwendungen auf Gameboy-Basis zu realisieren.Ein prozessorgesteuertes grafisches LC-Display, eine serielle Schnittstelle und eine handliche Gehäuseausführung bieten eine geeignete Plattform für ein modernes Oszilloskop-Projekt, die es zu nutzen lohnt.
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Extra info, Update
In einigen Fällen ist es beim Betrieb der GBDSO-Software unter Windows XP zu Problemen gekommen. Wir müssen daher annehmen, dass die Software mit WinXP nicht kompatibel ist. Eventuell werden wir aber eine Version für WinXP anbieten; so bald eine Version für WinXP verfügbar ist, wird es in der Rubrik MailBox in ELEKTOR und hier mitgeteilt.


Die von Elektor gelieferten bestückten Platinen sind bereits abgeglichen, so dass sie nach Einbau in ein Catridge-Gehäuse und Einstecken in den Gameboy sofort verwendet werden können. Zu beachten ist aber Folgendes:
Bei den Stereo-Klinkenbuchsen auf der Platine sind nämlich Spitzenkontakt und Außenkontakt mit Masse verbunden, so dass das Mess-Signal bei Verwendung eines Mono-Klinkensteckers kurzgeschlossen wird.
Richtig ist es daher, einen Stereo-Klinkenstecker zu verwenden, bei dem die Abschirmung des Messkabels mit dem Außenkontakt (Masse) des Klinkensteckers und die Mess-Signalleitung mit dem Mittelkontakt des Steckers verbunden ist. Der Spitzenkontakt des Steckers bleibt frei, wer möchte, kann ihn aber auch mit dem Außenkontakt des Steckers (Masse) verbinden.
Nintendo-Cartridges weisen Gehäusenocken auf, die entfernt werden müssen, will man nicht eine Zerstörung des SMD-Kondensators C25 riskieren.

In der Schaltungsbeschreibung steht in der mittleren Textspalte auf S. 16 unten: Der DS1267 von Dallas Semiconductor ist ein doppeltes "elektronisches" 10-k-Poti ..." Das stimmt alles - bis auf den Potiwert: der ist nämlich nicht 10 k, sondern 100 k. Immer diese Fipptehler...

Im Schaltplan sind zwei Kondensatoren als C1 bezeichnet,. Der 18-p-Kondensator am Eingang K2 muss aber mit C10 bezeichnet werden.
Ebenso sind zwei Kondensatoren als C5 bezeichnet. Der 15-p-Kondensator zwischen Ausgang und invertierendem Eingang von IC1a muss mit C6 bezeichnet werden.
Alle Bauteile sind SMDs
Widerstände:
SMD-Gehäuse 0805, 0,1 Ohm
R1,R2,R4,R8,R9,R11 = 1 M, 1%
R15 = 15 k
R5,R12 = 470 k, 1%
R3,R6,R7,R10,R13,R14 = 4k7, 1%
R16,R17 = 100 k, 1%
P1,P2 = 100 k, Trimmpotentiometer
Kondensatoren:
SMD-Gehäuse 0805
C1,C10 = 18 p, NP0
C2,C4,C5,C8,C9,C11,C12,C14,
C17-C21,C23,C27,C29,C30 = 100 n
C3,C13 = 1p8, NP0
C6,C15 = 15 p, NP0
C7,C16 = 220 p, NP0
Elektrolytkondensatoren:
SMD-Gehäuse A
C22,C24,C25,C26,C28,C31,
C33 = 10 µ/16V
Induktivitäten:
L1,L2,L3 = 100 µH
Halbleiter:
D1,D2 = BAV199 (Gehäuseaufdruck: JY)
D3 = ZR25D01 (Gehäuseaufdruck: 25R)
IC1,IC3 = MC33182D (Motorola)
IC2 = DS1267S100 (Dallas Semiconductor)
IC4 = MAX114CAG (Maxim)
IC5 = 74HC175D
IC6 = 74HC138D
IC7 = AT27C256R-12JC in PLCC44-Gehäuse (EPROM, programmiert, EPS-Nr. 996528-1)
IC8 = TLC27L2CD
IC9 = MAX828EUK (Maxim,
Gehäuseaufdruck: AABI)
Außerdem:
S1,S2 = ‘’Secme’ Schiebeschalter, 1 Umschaltkontakt, für Platinenmontage
K1,K2 = 3,5mm-Stereo-Klinkenbuchse für Platinenmontage (passend für Platinenlayout)
Platine, EPS-Nr. 990082-1
Software, EPS-Nr. 996035-1
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