• Grundlagen
  • Veröffentlicht in Heft 5/1997 auf Seite 48
Über den Artikel

PIN-Dioden

Eigenschaften und Anwendung

PIN-Dioden sind spezielle Silizium-Planar-Dioden, die sich dadurch auszeichnen, daß sich zwischen der P- und der N-Seite eine hochohmige eigenleitende Zone (englisch: "intrinsic") befindet. Aus dieser Struktur (P+IN+) leitet sich auch die Bezeichnung (PIN) ab. Die zum PN-Übergang gehörende Sperrschicht befindet sich vollständig innerhalb der Intrinsic-Zone. Bei niedrigen Signalfrequenzen verhält sich die Diode ähnlich wie ein normaler PN-Übergang, bei hohen Frequenzen hingegen wie ein variabler Widerstand. Aufgrund dieser Eigenschaft findet die PIN-Diode in der Mikrowellentechnik als Modulator und elektronischer Schalter Verwendung.
Beginnen wir gleich mit ein paar typischen Anwendungen der PIN-Diode. In den meisten modernen Sendeempfängern (Transceivern) erfolgt die Umschaltung zwischen Senden und Empfangen nicht mehr durch Relais, sondern mit PIN-Dioden. Auch das Umschalten von Eingangskreisen oder von ZF-Filtern erfolgt häufig mit diesen Dioden. PIN-Dioden haben den großen Vorteil, daß das Schalten von Signalen in einem weiten Frequenzbereich von NF bis SHF direkt in der Signalleitung an der richtigen Stelle erfolgen kann. So lassen sich unnötige Leitungs(um)wege vermeiden.
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