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  • Veröffentlicht in Heft 9/1996 auf Seite 42
Über den Artikel

Tweeter-Sicherung

Elektronische Leistungsbegrenzung

Tweeter-Sicherung
Wegen seiner verhältnismäßig geringen Belastbarkeit stellt der Tweeter die Achillesferse eines jeden Lautsprechersystems dar. Wenn man in einem Anflug von Unbesonnenheit das Lautstärkepoti zu weit in Richtung 0 dB dreht, ist es meist der Tweeter, der als erster Lautsprecher seinen Geist aufgibt. Um solche unter Umständen kostspieligen Unglücke zu vermeiden, kann man entweder eiserne Disziplin bei der Bedienung wahren (und ebenso alle Kinder- und sonstigen ungefugten Hände vom Lautstärkepoti fernhalten) oder den Tweeter mit einer Leistungsbegrenzung ausstatten.
"Meine 100-W-Boxen und mein 100-W-Verstärker passen doch gut zusammen. Was soll da schon überlastet werden?", werden sich nun viele von Ihnen fragen. Doch so gut Verstärkerleistung und Belastbarkeit der Boxen scheinbar übereinstimmen, so einfach kann auch Ihr Tweeter den Hitzetod sterben. Wetten daß? Die vom Boxenhersteller angegebene Belastbarkeit gilt nämlich immer für gemittelte Musiksignale. Dabei wird zugrunde gelegt, daß der Energieinhalt eines Audiosignals stark frequenzabhängig ist. Von der vom Verstärker abgegebenen Ausgangsleistung landen dabei etwa 70 % beim Baßlautsprecher, 25 % beim Mitteltöner und nur 5 % beim Hochtonlautsprecher. Das heißt, bei einer Ausgangsleistung der Endstufe von 100 W kommen gemittelt 5 W am Hochtöner an.
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Widerstände:
R1 = 560
R2 = 27
R3 = 68
P1 = 50 Trimmpoti
Kondensatoren:
C1 = 470 n
Halbleiter:
T1 = BD139
T2 = TIP2955
Außerdem:
K1 = 2-polige Platinenlüsterklemme, RM7,5
B1 = B80C5000
Kühlkörper für T1/T2 (< 6,5 K/W, Fischer SK59-37,5)
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