The Things Conference 2026 – Vorausblick mit Felix Heins
über
Die The Things Conference 2026 geht über ihre LoRaWAN-Wurzeln hinaus und positioniert sich als breiterer Treffpunkt für das IoT- und Edge-Ökosystem. In einem neuen Elektor-TV-Interview erklärt Felix Heins, Head of Partnerships bei The Things Industries, wie sich die Veranstaltung verändert hat, warum funktionierende Demonstrationen im Mittelpunkt des diesjährigen Programms stehen und was Erstbesucher erwarten können. Elektor hat außerdem eine frühere Konferenzvorschau mit weiteren Details zur Veranstaltung veröffentlicht.
The Things Conference 2026 geht über LoRaWAN hinaus
Die Konferenz begann 2018 rund um The Things Network und eine Community, die mit LoRaWAN experimentierte. Heins zufolge hat sich die Diskussion gemeinsam mit der Technologie weiterentwickelt. Anstatt darüber zu streiten, welche Funktechnologie überlegen ist, fragen Entwickler und Unternehmen zunehmend, welche Technologie zu einem bestimmten Problem passt, wie Deployments skalieren können und ob Systeme auch in fünf oder zehn Jahren noch zuverlässig funktionieren werden.
Dieser Wandel spiegelt sich im Programm für 2026 wider. Die Veranstaltung bringt nun mehrere Wireless- und IoT-Communities zusammen, anstatt LoRaWAN als einzigen Mittelpunkt zu behandeln. Das offizielle Programm umfasst Konnektivität, Edge-KI, eingebettete Systeme, energieeffiziente Designs, Sicherheit und Compliance. Zu den in diesem Jahr beteiligten Standardisierungsgremien und Open-Source-Organisationen zählen die LoRa Alliance, Bluetooth SIG, Wi-Fi Alliance, Z-Wave Alliance, Eclipse Foundation und das Zephyr Project.
Zeig, was du kannst
Das diesjährige Motto ist bewusst direkt formuliert: „Put Your Demo Where Your Mouth Is." Heins zufolge geht es darum, von Roadmap-Versprechen und Verkaufspräsentationen loszukommen, indem die Teilnehmer gebeten werden, Technologien zu zeigen, die tatsächlich heute funktionieren. Eine Live-Demo kann natürlich scheitern – aber genau das ist Teil des Konzepts. Für Ingenieure vermittelt sie ein weitaus klareres Bild davon, was bereits heute einsetzbar ist, als eine weitere Folie, die beschreibt, was vielleicht nächstes Jahr erscheinen wird.
Der breitere Mix erleichtert auch den Vergleich. Besucher können verschiedene Ansätze zur Konnektivität und IoT-Implementierung nebeneinander sehen und dann direkt mit den Entwicklern sprechen. Heins beschreibt die Konferenz als „Community of Communities", in der benachbarte Ökosysteme Lösungen vergleichen können, anstatt um einen einzigen Sieger zu kämpfen.
Ein fokussierteres IoT-Event
Heins erwartet über die zwei Tage hinweg rund 2.500 Besucher. Das ist beachtlich, das Ganze ist aber immer noch deutlich kleiner als die großen Fachmessen, bei denen das Wiederfinden derselben Person schnell zum eigenen Projekt werden kann. Er betont, dass die Größe Raum für wiederholte Gespräche mit Ausstellern, Entwicklern und Entscheidungsträgern lässt – auch bei der Abendveranstaltung am ersten Tag.
Für Erstbesucher ist sein Rat einfach: beide Tage besuchen und im Voraus planen. Die Konferenz-App ermöglicht es, Sessions nach Thema und Technologie zu filtern, während drei parallele Programmschienen und Workshops mit begrenzten Plätzen eine gewisse Vorauswahl sinnvoll machen. Vorträge früherer Konferenzen sind außerdem online verfügbar, für alle, die sich vorab einen Überblick verschaffen möchten.
Die The Things Conference 2026 findet am 22.–23. September in der De Kromhouthal in Amsterdam statt. Aktuelle Programm- und Ticketinformationen sind beim Veranstalter erhältlich.

Diskussion (0 Kommentare)